
Mal ehrlich: Wie oft hast du Tteokbokki gekocht und gedacht
„Hm… schmeckt okay, aber die Reiskuchen sind irgendwie… komisch?“
Zu hart.
Zu weich.
Oder nach fünf Minuten plötzlich zerfallen wie nasser Karton.
Das liegt fast nie an dir. Sondern an den gekauften Reiskuchen. Viele, die Tteokbokki in Deutschland kaufen, machen die Erfahrung, dass die Konsistenz nicht an das Original heranreicht.
Viele Tteokbokki-Reiskuchen in Deutschland sind:
- zu lange gelagert
- nicht mehr ganz frisch
- oder einfach für den Export „angepasst“
Die Lösung ist überraschend simpel: Reiskuchen Tteokbokki selber machen.
Keine Angst – das ist kein Projekt für Food-Nerds mit Spezialdampfgarer.
Wir reden hier von nur 2 Zutaten, glutenfrei, und machbar in jeder Küche.
Die zwei Zutaten (mehr brauchst du wirklich nicht)
Ja, wirklich nur zwei. Kein Haken. Kein „aber“.
1. Reismehl – aber bitte das richtige
Du brauchst normales Reismehl (kein Klebreismehl).
In Asia-Märkten oft als Rice Flour oder Reismehl fein gemahlen zu finden. Das ist die perfekte Basis, egal ob du später ein original scharfes Tteokbokki Rezept kochst oder eine andere Variante bevorzugst.
Warum kein Klebreismehl?
Weil Tteokbokki-Reiskuchen chewy, aber nicht klebrig sein sollen.
Mit Klebreismehl bekommst du eher Mochi-Vibes – lecker, aber falsch.
👉 ULTK-Tipp: Wenn du nach „Reismehl für Tteokbokki selber machen“ suchst, nimm immer die nicht-klebrige Variante. Das ist besonders wichtig, wenn du die Reiskuchen für cremige Rosé Tteokbokki verwendest, damit sie die Soße perfekt aufnehmen.
2. Wasser – klingt banal, ist aber entscheidend
Ganz normales Wasser.
Aber: Temperatur matters.
Lauwarm bis warm funktioniert am besten,
weil sich das Mehl gleichmäßiger verbindet und später besser kneten lässt.
Mini-Zutatenliste (für ca. 2 Portionen)
- 200 g Reismehl
- ca. 180–200 ml Wasser
Mehr brauchst du nicht. Kein Salz. Kein Öl. Kein Zauberpulver. Da die Zutaten so pur sind, ist dieses Rezept ein essenzieller Bestandteil für eine glutenfreie asiatische Ernährung.
Schritt-für-Schritt: Reiskuchen für Tteokbokki selber machen
Schritt 1: Teig anrühren – nicht perfekt, nur ehrlich
Gib das Reismehl in eine hitzebeständige Schüssel.
Gieß das Wasser langsam dazu und rühre mit einem Löffel oder Stäbchen um.
Der Teig sollte:
- dick sein
- leicht klumpig
- nicht flüssig
Sieht noch nicht schön aus? Gut so. Das kommt später.
Schritt 2: Garen – Dämpfen oder Kochen?
Jetzt kommt der entscheidende Moment. Sobald die Reiskuchen fertig sind, kannst du sie sogar für milde Gungjung Tteokbokki für Kinder verwenden – frisch gemacht schmecken sie den Kleinen am besten.
Option A: Dämpfen (beste Textur) – Schüssel abdecken
- ca. 20–25 Minuten dämpfen
Option B: Kochen (geht auch) – Teig in einen hitzefesten Beutel oder Tuch
- im Wasserbad garen
Nach dem Garen ist der Teig:
- heiß
- glänzend
- elastisch
Und ja: Jetzt wird’s ein bisschen messy. Willkommen im echten Kochen. 😄 Wer einmal selbstgemachte Tteok gegessen hat, versteht sofort, warum sie echtes koreanisches Soul Food sind.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Kneten, kneten, kneten
Wenn du nur einen Schritt ernst nimmst, dann diesen.
Nach dem Garen ist der Teig heiß – wirklich heiß.
Lass ihn kurz abkühlen, bis du ihn anfassen kannst, ohne zu fluchen.
Dann: kneten.
Nicht zaghaft. Nicht höflich.
Drücken, falten, ziehen. Immer wieder.
Warum das so wichtig ist?
- Die Stärke vernetzt sich
- Die Textur wird elastisch
- Die Tteok werden später chewy, nicht bröselig
Der Teig verändert sich spürbar:
Am Anfang klebrig und unwillig.
Nach ein paar Minuten glatt, warm und fast gummiartig – im guten Sinne.
Wenn er sich anfühlt wie ein fester Ohrläppchen-Test (ja, wirklich), bist du richtig.
Formen: Welche Größe ist perfekt für Tteokbokki?
Jetzt wird’s meditativ.
Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu langen Strängen.
Durchmesser? Etwa so dick wie dein kleiner Finger.
Dann schneiden:
- 5–6 cm Länge für klassisches Street-Food-Gefühl
- Kürzer für Kinder
- Dicker, wenn du es besonders chewy magst
👉 Wichtig:
Gleichmäßige Größe = gleichmäßiges Garen in der Soße.
Zu dick? Außen weich, innen roh.
Zu dünn? Zerfallen schneller.
Typische Fehler beim Tteokbokki-Reiskuchen selber machen
Hier kommt der Real Talk.
Fehler 1: Zu wenig geknetet
Ergebnis: brüchige, matte Reiskuchen
Lösung: länger kneten. Wirklich länger.
Fehler 2: Teig zu trocken
Ergebnis: rissige Oberfläche
Lösung: beim nächsten Mal minimal mehr Wasser
Fehler 3: Zu früh geschnitten
Ergebnis: klebt, verzieht sich
Lösung: Teig erst ruhen lassen, dann formen
Fehler 4: Zu viel Mehl beim Formen
Ergebnis: mehliger Geschmack
Lösung: nur ganz leicht bestäuben
Aufbewahren & Einfrieren – perfekt für Meal Prep
Frisch sind sie am besten. Aber:
Kühlschrank:
- luftdicht verpackt
- 1–2 Tage haltbar
Tiefkühler:
- portionsweise einfrieren
- bis zu 2 Monate haltbar
Zum Verwenden einfach:
- direkt gefroren in kochendes Wasser geben
- kurz ziehen lassen
- dann in die Tteokbokki-Soße
Kein Auftauen nötig. Kein Drama.
Selbstgemacht vs. gekauft – ein ehrlicher Vergleich
Selbstgemacht heißt:
- volle Kontrolle über Zutaten
- bessere Textur
- glutenfrei ohne Label-Stress
Gekauft heißt:
- schneller
- weniger Abwasch
- manchmal okay, manchmal enttäuschend
Beides darf existieren.
Aber wenn du einmal selbstgemachte Tteok gegessen hast…
willst du meistens nicht mehr zurück.
Für wen sich selbstgemachte Tteokbokki-Reiskuchen wirklich lohnen
Nicht jeder muss alles selber machen. Und das ist okay.
Aber für manche Menschen sind selbstgemachte Reiskuchen für Tteokbokki ein echter Gamechanger.
Sie lohnen sich besonders für dich, wenn:
- du Wert auf Textur legst (chewy, nicht gummiartig)
- du glutenfrei essen möchtest, ohne ständig Labels zu lesen
- du für Kinder kochst und Schärfe selbst kontrollieren willst
- du Spaß daran hast, Essen wirklich zu machen, nicht nur aufzuwärmen
Wenn du dagegen nach Feierabend nur schnell satt werden willst – nimm Instant.
Kochen soll Freude machen, kein Pflichtprogramm sein.
Wann du besser zu fertigen Reiskuchen greifst
Real Talk:
Selbermachen braucht Zeit. Und manchmal auch Nerven.
Fertige Reiskuchen sind okay, wenn:
- du unter Zeitdruck stehst
- du nur eine Portion willst
- du eh schon eine gute Marke gefunden hast
Das hier ist kein Dogma.
Es ist eine Option. Eine gute.
Warum selbstgemachte Tteokbokki-Reiskuchen anders glücklich machen
Vielleicht liegt es daran, dass man sie mit den Händen formt.
Oder daran, dass sie warm sind, bevor sie überhaupt in der Soße landen.
Selbstgemachte Tteok haben etwas Beruhigendes.
Man knetet. Man wartet. Man formt.
Und plötzlich ist man nicht mehr im Kopf, sondern im Moment.
Wenn sie dann in der Soße liegen, weich werden, glänzen –
fühlt sich das Essen anders an. Persönlicher. Echter.
Nicht spektakulär.
Aber richtig.
Mini-FAQ: Häufige Fragen zu Reiskuchen für Tteokbokki
Kann ich normales Reismehl aus dem Supermarkt nehmen?
Ja, solange es kein Klebreismehl ist. Fein gemahlen funktioniert am besten.
Warum werden meine Tteok hart?
Meist zu wenig geknetet oder zu lange gelagert im Kühlschrank.
Geht das Rezept auch ohne Dämpfen?
Ja, Kochen im Wasserbad funktioniert. Die Textur ist minimal anders, aber absolut okay.
Sind die Reiskuchen wirklich glutenfrei?
Ja – wenn du reines Reismehl und Wasser verwendest, ganz ohne Zusatzstoffe.
Ein letzter Gedanke
Tteokbokki ist kein Luxusessen.
Es ist warmes, ehrliches Street Food.
Und genau deshalb fühlt es sich so gut an, es selbst zu machen.
Nicht perfekt.
Aber deins.