
Du kennst dieses Gefühl. Der Kaiserschmarrn war perfekt — fluffig, karamellisiert, warm, mit Puderzucker wie frischem Schnee. Du hast jeden Bissen genossen. Und dann, ungefähr 20 Minuten später, sitzt du auf dem Sofa und denkst: Warum. Liegt. Das. So. Schwer. Kein Schmerz, keine Übelkeit — einfach dieses stille, bleierne Vollgefühl, das dich daran erinnert, dass du gerade eine Menge Butter, Sahne und Zucker gegessen hast. Lecker war es trotzdem. Aber leicht? Nein.
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Das muss nicht so sein. Dieses leichte Kaiserschmarrn Rezept mit Sauerrahm behält alles, was du liebst — die Fluffigkeit, die Wärme, den Karamellgeschmack — und verändert genau das eine, was deinen Magen nach dem Essen überfordert. Eine Zutat. Ein Unterschied. Und plötzlich kannst du abends Kaiserschmarrn essen, ohne danach sofort ins Bett zu müssen.
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Du liebst Kaiserschmarrn — aber danach fühlst du dich immer, als hättest du einen Ziegelstein gegessen

Das Problem ist keine Frage der Portion. Es ist eine Frage der Zutaten-Kombination. Ein klassischer Kaiserschmarrn basiert auf Schlagobers mit mindestens 30 % Fett, einer großzügigen Menge Butter in der Pfanne und dem Karamellisierungszucker am Ende. Das ist — rein mathematisch — eine Menge gesättigter Fettsäuren auf einmal. Der Körper braucht Zeit, das zu verarbeiten. Und diese Zeit spürst du.
Wer nach dem Kaiserschmarrn noch einen Spaziergang durch die Wiener Innenstadt machen will — vorbei am Café Central, durch die Herrengasse, hinüber zum Burgring — der merkt schnell: mit dem Original-Rezept im Bauch ist das eher ein gemächliches Schlendern als ein energiegeladenes Gehen. Das ist nicht schlimm. Aber es ist ehrlich.
Warum klassischer Kaiserschmarrn so schwer im Magen liegt — und wer wirklich schuld ist
Die drei Hauptverursacher des Vollgefühls:
- Schlagobers (30–36 % Fett): Hochwertige Sahne ist wunderbar — aber sie verlangsamt die Magenentleerung signifikant. Der Körper priorisiert die Fettverarbeitung, alles andere wartet.
- Butter zum Braten (25–30 g): Notwendig für Geschmack und Karamellisierung — aber in Kombination mit Schlagobers summiert sich der Fettanteil schnell.
- Karamellisierungszucker: Der schnelle Zucker sorgt für einen kurzfristigen Energiepeak — gefolgt von einem ebenso schnellen Abfall, der Müdigkeit auslöst.
Keiner dieser drei Faktoren ist per se schlecht. Zusammen erklären sie, warum du nach dem Kaiserschmarrn manchmal einfach nur noch liegen möchtest.
Der Sauerrahm-Moment: Wie eine einfache Zutat-Substitution alles verändert
Die Lösung ist keine Diät-Version. Kein Verzicht. Kein Ersetzen von Butter durch Öl oder Zucker durch Süßstoff. Die Lösung ist Sauerrahm — und zwar als teilweiser Ersatz für die Schlagobers. Sauerrahm mit 15 % Fett hat weniger als halb so viel Fett wie Schlagsahne. Er ist cremig, leicht säuerlich und — das ist der entscheidende Punkt — er macht den Teig durch seine Milchsäure chemisch aktiver. Das Ergebnis ist ein leichter Kaiserschmarrn, der fluffiger ist als das Original, weniger schwer im Magen liegt und trotzdem saftig bleibt. Wie das funktioniert? Das erklären wir gleich.
Sauerrahm im Kaiserschmarrn — die Zutat, die Wien schon immer kannte aber selten laut sagt

In den Haushalten rund um den Wiener Naschmarkt, in den kleinen Gasthäusern der Salzburger Altstadt und auf den Bauernhöfen im Salzkammergut wird Sauerrahm seit Generationen in Mehlspeisen verwendet — nicht als Kompromiss, sondern als bewusste Wahl. Die Säure des Sauerrahms balanciert die Süße des Teigs. Die cremige Konsistenz gibt Feuchtigkeit ohne Schwere. Und die Milchsäurebakterien tun etwas, das Schlagobers nie kann: sie machen den Teig chemisch lebendiger.
Was ist Sauerrahm überhaupt? — Der Unterschied zu Schmand, Crème fraîche und Joghurt
Eine schnelle Orientierung für die Küche:
- Sauerrahm (AT/DE): 10–15 % Fett, leicht säuerlich, dünnflüssiger als Schmand. In Österreich Standardprodukt in jedem Supermarkt — bei Billa, Spar und Hofer unter Eigenmarke erhältlich.
- Schmand (DE): 24–28 % Fett, cremiger, weniger säuerlich. Funktioniert im Notfall als Ersatz, macht den Schmarrn aber wieder etwas schwerer.
- Crème fraîche: 30–40 % Fett — kaum leichter als Schlagobers. Für dieses Rezept ungeeignet.
- Griechischer Joghurt (10 % Fett): Ähnliche Säure wie Sauerrahm, aber weniger cremig. Funktioniert als Notfall-Ersatz, verändert die Textur leicht.
Für dieses Rezept: Sauerrahm mit 15 % Fett ist der Sweet Spot — cremig genug für Textur, leicht genug für den gewünschten Effekt.
Die Chemie hinter dem Sauerrahm-Effekt: Warum Säure den Teig lockerer macht
Hier wird es kurz wissenschaftlich — aber nur kurz. Sauerrahm enthält Milchsäure. Milchsäure reagiert mit dem Natriumbicarbonat im Backpulver — falls du es verwendest — und setzt zusätzliches CO₂ frei. Mehr CO₂ bedeutet mehr Luftblasen im Teig.
Mehr Luftblasen bedeutet mehr Fluffigkeit. Aber selbst ohne Backpulver wirkt die Säure des Sauerrahms: Sie denaturiert die Glutenstruktur im Mehl leicht, macht den Teig zarter und verhindert die Gummi-Konsistenz, die entsteht, wenn Gluten zu stark entwickelt wird. Kurz gesagt: Sauerrahm macht den Teig lockerer, zarter und saftiger — gleichzeitig. Das ist kein Trick. Das ist Chemie. Und wer tiefer in die Welt der Teig-Chemie für fluffige Ergebnisse eintauchen will, findet dort eine ausführliche Erklärung.
Die Zutatenliste für leichten Kaiserschmarrn mit Sauerrahm — weniger Fett, mehr Frische, kein Kompromiss
Für 2 Personen — als leichtes Dessert oder leichtes Abendessen:
- 3 Eier (Größe M) — getrennt
- 100 g Weizenmehl Typ 405
- 110 ml Sauerrahm (15 % Fett) — der Hauptdarsteller
- 50 ml Schlagobers (30 % Fett) — nur für Cremigkeit, nicht mehr
- 15 g Zucker für den Teig + 10 g zum Karamellisieren
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g) — echter Bourbon-Vanillezucker
- ½ TL Backpulver (2 g) — aktiviert die Milchsäure im Sauerrahm
- 20 g Butter zum Braten — weniger als im Original, mehr als nötig wäre
- Abrieb von ½ unbehandelten Zitrone — optional, aber empfohlen
- Puderzucker und Beerenkompott oder Zwetschkenröster zum Servieren
Das optimale Sauerrahm-Schlagobers-Verhältnis: Warum 70:30 der Sweet Spot ist
Die Formel hinter dieser Zutatenliste: 70 % Sauerrahm + 30 % Schlagobers auf die gesamte Flüssigkeitsmenge von 160 ml. Das ergibt 110 ml Sauerrahm und 50 ml Schlagobers. Weniger Schlagobers als 30 % macht den Teig zu säuerlich und zu wenig cremig — man schmeckt den Sauerrahm zu dominant. Mehr Schlagobers als 50 % und der leichte Effekt geht verloren.
Dieses 70:30-Verhältnis ist der Punkt, an dem Geschmack, Textur und Leichtigkeit perfekt balanciert sind. Kein Kompromiss — eine Optimierung. Und für alle, die noch tiefer in die Portionsfrage einsteigen wollen: unser Guide zu österreichischen Mehlspeisen mit präzisen Verhältnissen zeigt, wie dasselbe Prinzip bei anderen Wiener Klassikern funktioniert.
Das leichte Kaiserschmarrn Rezept mit Sauerrahm Schritt für Schritt — für 2 Personen
Der Ablauf ähnelt dem klassischen Rezept — aber an drei entscheidenden Punkten weicht er ab. Diese drei Punkte sind nicht optional. Sie sind der Grund, warum dieser leichte Kaiserschmarrn mit Sauerrahm funktioniert. Lies sie einmal durch, bevor du anfängst.
Schritt 1 — Den Sauerrahm-Teig richtig anrühren: warum er anders behandelt wird
Eigelb in eine Schüssel geben. 15 g Zucker, 8 g Vanillezucker, 1 Prise Salz dazu. 60 Sekunden cremig rühren. Jetzt kommt der erste Unterschied: Den Sauerrahm (110 ml) zuerst alleine glatt rühren — direkt aus dem Kühlschrank ist er oft leicht klumpig. 20 Sekunden mit dem Schneebesen, dann ist er glatt. Erst dann zum Eigelb geben. Die 50 ml Schlagobers dazugießen, kurz unterrühren.
Jetzt 100 g Mehl und ½ TL Backpulver zusammen einsieben — in zwei Etappen, nicht alles auf einmal. Nach jeder Etappe glatt rühren. Der Zitronenabrieb kommt jetzt dazu, falls du ihn verwendest. Teig beiseite stellen — aber maximal 5 Minuten, nicht länger. Das Backpulver beginnt sofort mit der Milchsäure im Sauerrahm zu reagieren. Wer wartet, verliert Triebkraft.
Schritt 2 — Eischnee mit Sauerrahm-Teig kombinieren: der entscheidende Unterschied
Der Sauerrahm-Teig ist etwas schwerer als ein reiner Schlagobers-Teig — er hat mehr Dichte. Das bedeutet: Der Eischnee muss noch vorsichtiger untergehoben werden als beim Original. Drei Eiweiß zu steifem Schnee schlagen — schmale, hohe Schüssel, 2,5 Minuten auf höchster Stufe. Den Schnee in vier Portionen statt drei unter den Teig heben. Kleinere Portionen, vorsichtigere Bewegungen. Der Teig ist weniger vergebend als beim Original — ein zu forsches Unterrühren und die Luftblasen sind weg, bevor die Pfanne heiß ist.
Sofort in die vorbereitete Pfanne. Keine Pause. Der Teig arbeitet gerade aktiv — jede Minute Wartezeit kostet Fluffigkeit.
Schritt 3 — Braten bei 155 °C: Warum leichte Teige niedrigere Temperatur brauchen
Hier ist der zweite wichtige Unterschied zum Original. Der Sauerrahm-Teig reagiert empfindlicher auf hohe Hitze als ein reiner Schlagobers-Teig — er neigt bei über 170 °C dazu, außen schnell zu stocken, während innen noch roher Teig wartet. Die optimale Temperatur: 155 °C in einer 24-cm-Pfanne. Auf einem normalen Elektroherd entspricht das Stufe 3 von 9.
20 g Butter schmelzen bis sie schäumt — nicht bräunt. Den gesamten Teig gleichmäßig hineingießen. Deckel sofort drauf. Timer auf 7 Minuten. Eine Minute länger als beim Original — wegen der niedrigeren Temperatur. Nach 7 Minuten: Oberfläche matt, Ränder lösen sich, leichter Dampf beim Öffnen des Deckels. Perfekt.
Karamellisieren mit weniger Zucker — wie 10 g ausreichen wenn der Teig selbst Tiefe hat
Teig in rustikale Stücke reißen. Hitze auf Stufe 5 erhöhen. Nur 10 g Zucker streuen — nicht 15 g wie beim Original. Warum? Die leichte Säure des Sauerrahms gibt dem Schmarrn bereits eine geschmackliche Tiefe, die beim Original der Karamell liefert. Zu viel Zucker würde diese Nuance überdecken. 90 Sekunden, einmal wenden, 60 Sekunden. Auf vorgewärmte Teller, Puderzucker darüber, Beerenkompott oder Zwetschkenröster daneben. Sofort servieren.
3 leichte Kaiserschmarrn Variationen mit Sauerrahm — für jeden Abend eine andere Version
Variation 1 — Sauerrahm-Kaiserschmarrn mit Zitronenabrieb: frisch wie ein Wiener Frühling
Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone in den fertigen Teig einrühren — direkt vor dem Eischnee-Einfalten. Die Zitrone verstärkt die natürliche Säure des Sauerrahms und gibt dem Schmarrn eine helle, frische Note. Dazu passt am besten ein leichtes Beerenkompott aus frischen Erdbeeren (200 g, 10 g Zucker, 5 Minuten in der Pfanne) statt Zwetschkenröster. In Wien wird diese Variante gerne im April und Mai serviert — wenn die ersten Erdbeeren auf dem Naschmarkt erscheinen und der Winter endlich aufgibt.
Variation 2 — Sauerrahm-Kaiserschmarrn mit Beeren: die Sommer-Version aus dem Salzkammergut
Im Salzkammergut — dem Seengebiet zwischen Salzburg und dem oberösterreichischen Alpenvorland — werden im Sommer Heidelbeeren und Himbeeren direkt in den Teig gegeben: 60 g frische Beeren nach dem Eischnee-Einfalten vorsichtig unter den Teig heben.
Die Beeren platzen beim Braten leicht auf und hinterlassen kleine Fruchtinseln im Schmarrn — jeder Bissen anders, jeder besser als der letzte. Beim Karamellisieren den Zucker weglassen — die Beeren bringen genug Süße. Mit frischer Minze und Puderzucker servieren. Das ist Sommer auf einem Teller.
Variation 3 — Sauerrahm-Kaiserschmarrn ohne Zucker mit Erythrit: für bewussten Genuss
Den Zucker im Teig (15 g) und beim Karamellisieren (10 g) durch Erythrit im gleichen Gewicht ersetzen. Erythrit karamellisiert bei ca. 120 °C — etwas schneller als normaler Zucker — also beim Karamellisierungsschritt die Hitze auf Stufe 4 reduzieren und aufmerksamer beobachten. Die Kombination aus Sauerrahm-Säure und Erythrit ergibt einen Schmarrn mit ca. 180 kcal pro Portion — weniger als halb so viel wie das Original. Mit frischem Beerenkompott ohne Zuckerzusatz servieren. Dieser Guide zu leichten Pfannkuchen-Variationen zeigt weitere Techniken für zuckerreduzierten Genuss ohne Geschmacksverlust.
Womit serviert man leichten Kaiserschmarrn? — Toppings die das Konzept nicht ruinieren
Warum Zwetschkenröster beim leichten Rezept durch Beerenkompott ersetzt werden kann
Klassischer Zwetschkenröster enthält oft 60–80 g Zucker pro 300 g Pflaumen — das ist für ein leichtes Rezept viel. Die Alternative: selbstgekochtes Beerenkompott mit nur 10–15 g Zucker auf 200 g Beeren. Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren — alle funktionieren. 5 Minuten in der Pfanne, ein Spritzer Zitronensaft, fertig. Die Säure der Beeren harmoniert perfekt mit der Säure des Sauerrahm-Teigs — beide spielen auf derselben Wellenlänge.
Sauerrahm als Topping auf Sauerrahm-Kaiserschmarrn — geht das? Ja. Und es ist großartig.
Ein kleiner Klecks frischer Sauerrahm (30 g pro Person) direkt auf den heißen Schmarrn gegeben — er schmilzt leicht, gibt zusätzliche Cremigkeit und verstärkt die charakteristische Säurenote. Das klingt nach zu viel Sauerrahm. Es ist nicht zu viel Sauerrahm. In Salzburg und auf Tiroler Almhütten ist dieses Topping eine stille Tradition — nicht auf der Karte, aber auf dem Tisch, wenn man nett fragt.
Leichter Kaiserschmarrn mit Sauerrahm vs. Original — der ehrliche Kalorienvergleich
Damit du weißt, womit du es zu tun hast — die ehrlichen Zahlen pro Portion für 2 Personen:
- Original Kaiserschmarrn (mit Schlagobers 30 %, 25 g Butter, 30 g Zucker): ca. 420–450 kcal pro Portion, ca. 22 g Fett
- Leichter Kaiserschmarrn mit Sauerrahm (70:30-Verhältnis, 20 g Butter, 25 g Zucker): ca. 290–320 kcal pro Portion, ca. 13 g Fett
- Sauerrahm-Kaiserschmarrn mit Erythrit (Variation 3): ca. 175–195 kcal pro Portion, ca. 12 g Fett
Das ist eine Reduktion von ca. 30–35 % Kalorien und ca. 40 % Fett gegenüber dem Original — ohne Geschmackskompromiss. Und wer den direkten Vergleich mit unserem Original-Wiener-Rezept anstellen möchte, findet dort die vollständigen Nährwertangaben für den klassischen Ansatz.
Leicht essen heißt nicht weniger genießen — manchmal ist es sogar mehr
Es gibt eine weit verbreitete Überzeugung in der Welt der Mehlspeisen: dass ein Gericht nur dann wirklich gut ist, wenn es schwer ist. Dass Reichhaltigkeit gleichbedeutend ist mit Qualität. Dass ein leichter Kaiserschmarrn irgendwie weniger ehrlich ist als das Original. Diese Überzeugung ist falsch — und dieser Schmarrn beweist es.
Was du nach diesem Rezept auf dem Teller hast, ist nicht weniger. Es ist anders. Saftiger durch den Sauerrahm. Frischer durch die leichte Säure. Fluffiger durch die Milchsäure-Chemie. Und — ja — leichter im Magen, sodass du danach noch einen Spaziergang machen kannst, ohne das Gefühl, einen Anker mitzutragen. Das ist kein Kompromiss. Das ist eine Entscheidung für ein anderes, nicht schlechteres Vergnügen.
Kaiser Franz Joseph I. hätte das vielleicht nicht verstanden — er aß seinen Schmarrn lieber in der klassischen Version, schwer und karamellisiert und vollständig unbesorgt um Kalorien. Aber seine Nachfolger in den Wiener Kaffeehäusern — die Köche, die heute im Café Hawelka und im Café Schwarzenberg arbeiten — experimentieren längst mit Sauerrahm, Zitrone und leichten Variationen. Weil sie wissen: Tradition ist kein Gefängnis. Sie ist eine Basis. Und von einer guten Basis aus kann man überall hingehen.
Also — nächstes Mal, wenn du Lust auf Kaiserschmarrn mit Sauerrahm hast, aber keine Lust auf das schwere Vollgefühl danach: dieses Rezept. Alle Zutaten findest du in jedem österreichischen Supermarkt — bei Billa, Spar oder Hofer. Und in Deutschland bei Edeka oder Rewe. Für den Vergleich mit dem klassischen Ansatz: unser Original-Wiener-Rezept wartet auf dich. Und wer es noch schneller mag: die 15-Minuten-Variante ist immer eine Option. Beide funktionieren auch mit Sauerrahm. Probiere es aus.
Häufige Fragen zum leichten Kaiserschmarrn Rezept mit Sauerrahm
Kann man Sauerrahm komplett statt Schlagobers im Kaiserschmarrn verwenden?
Technisch ja — aber das Ergebnis ist nicht optimal. Reiner Sauerrahm ohne Schlagobers ergibt einen Teig, der zu säuerlich und zu wenig cremig ist. Die Säure dominiert den Geschmack und die fehlende Fettkremigkeit von Schlagobers macht den Schmarrn nach dem Braten etwas trockener.
Das optimale Verhältnis ist 70:30 — 110 ml Sauerrahm auf 50 ml Schlagobers für 2 Personen. Dieses Verhältnis maximiert die Leichtigkeit ohne den charakteristischen cremigen Geschmack des leichten Kaiserschmarrn mit Sauerrahm zu opfern. Wer keinen Schlagobers zur Hand hat: 30 ml Vollmilch als Notlösung — der Effekt ist ähnlich, wenn auch etwas weniger cremig.
Macht Sauerrahm den Kaiserschmarrn wirklich leichter und fluffiger?
Ja — aus zwei Gründen gleichzeitig. Erstens: Sauerrahm mit 15 % Fett hat weniger als halb so viel Fett wie Schlagsahne mit 30–36 % — das reduziert die Kaloriendichte und das Schwere-Gefühl im Magen direkt. Zweitens: Die Milchsäure im Sauerrahm reagiert mit dem Backpulver im Rezept und setzt zusätzliches CO₂ frei — mehr Luftblasen, mehr Fluffigkeit.
Gleichzeitig denaturiert die Säure die Glutenstruktur im Mehl leicht, was den Teig zarter macht. Das Ergebnis: ein leichtes Kaiserschmarrn Rezept, das nicht nur weniger Kalorien hat, sondern sich auch texturell anders — luftiger, zarter, saftiger — anfühlt.
Welcher Sauerrahm eignet sich am besten für Kaiserschmarrn — 10 % oder 15 % Fett?
Sauerrahm mit 15 % Fett ist die erste Wahl — er ist cremig genug, um dem Teig Körper zu geben, und leicht genug für den gewünschten Effekt. Sauerrahm mit 10 % Fett funktioniert als Alternative, macht den Teig aber etwas weniger cremig und leicht wässriger — was die Garzeit um ca. 1 Minute verlängert. In Österreich ist Sauerrahm mit 15 % bei Billa, Spar und Hofer unter Eigenmarke erhältlich.
In Deutschland findet man ihn bei Edeka, Rewe und Aldi — manchmal unter der Bezeichnung Saure Sahne. Wichtig: Schmand (24–28 % Fett) ist kein geeigneter Ersatz — er ist zu fettreich und hebt den Leichtigkeit-Effekt auf.
Wie viele Kalorien hat leichter Kaiserschmarrn mit Sauerrahm?
Die ehrlichen Zahlen pro Portion (für 2 Personen, Variante als Dessert): ca. 290–320 kcal mit dem 70:30-Verhältnis aus Sauerrahm und Schlagobers. Das ist eine Reduktion von ca. 30–35 % gegenüber dem Original (420–450 kcal). Mit Erythrit statt Zucker sinkt die Kalorienzahl weiter auf ca. 175–195 kcal pro Portion.
Als Hauptgericht (größere Portion, Variante B) liegt der leichte Sauerrahm-Kaiserschmarrn bei ca. 390–420 kcal — immer noch deutlich unter dem klassischen Original in Hauptgericht-Größe (580–620 kcal).
Kann man leichten Kaiserschmarrn mit Sauerrahm auch für Kinder machen?
Absolut — und Kinder reagieren oft positiver auf die Sauerrahm-Version als auf das Original, weil sie weniger schwer und weniger intensiv süß ist. Für Kinder: Zitronenabrieb weglassen, Zwetschkenröster durch selbstgemachtes Apfelmus ersetzen (ungesüßt), den Karamellisierungsschritt mit nur 5–8 g Zucker durchführen. Die Sauerrahm-Säure ist mild genug, dass selbst empfindliche Kindermägen keine Probleme haben.
Für sehr kleine Kinder unter 3 Jahren: Backpulver auf ¼ TL (1 g) reduzieren — der CO₂-Ausstoß ist sonst manchmal zu intensiv für empfindliche Bauchdecken. In Wiener und Salzburger Familien ist die Sauerrahm-Version seit Generationen die bevorzugte Kindervariante.
Wo bekommt man in Wien, Salzburg und Innsbruck guten Sauerrahm für dieses Rezept?
In Wien ist die Eigenmarke von Billa Plus (15 % Fett) eine verlässliche Wahl — erhältlich in fast jedem Wiener Supermarkt, auch im Spar an der Mariahilfer Straße und im Hofer in den Außenbezirken. Wer Qualität über Preis stellt: Der Sauerrahm vom Naschmarkt — besonders von den Käse- und Molkerei-Ständen rund um Stand 74–76 — ist eine andere Kategorie. Cremiger, frischer, mit einer ausgeprägteren Milchsäurenote.
In Salzburg empfiehlt sich der Interspar am Europark oder die lokalen Bauernmärkte rund um den Universitätsplatz, wo Sauerrahm vom Biobauernhof erhältlich ist. In Innsbruck führt der Markthalle Innsbruck in der Innenstadt mehrere lokale Molkereien aus dem Zillertal und dem Inntal — deren Sauerrahm hat eine Qualität, die mit keinem Supermarktprodukt vergleichbar ist. Und für alle in Deutschland: Edeka und Rewe führen Sauerrahm mit 15 % Fett zuverlässig — manchmal unter der Bezeichnung Saure Sahne, was identisch ist.